sensibel, ruhig, freundlich, sehr folgsam, stubenrein, alleinbleibend, leinenführig, menschenbezogen, hundeverträglich, katzenfreundlich, braucht feste Routinen und ein ruhiges, ländliches Umfeld, ruhebedürftig, Männer-skeptisch, Kinder ab 14 Jahren
Lotos hat sich mittlerweile bestens auf seiner Pflegestelle eingelebt. Er bindet sich sehr an seine Menschen, sobald er diesen erst einmal mal vertraut. Er kuschelt gern (aber nicht zu lange am Stück), ist im Garten super abrufbar und ist wirklich sehr folgsam. Mittlerweile fordert er auch seine täglichen (bisher noch eher kleinen) Spaziergänge außerhalb des Grundstücks ein. Er liebt regelmäßige, routinierte Tagesabläufe.
Mit anderen Hunden versteht Lotos sich immer noch prima und spielt auch hin und wieder gern mit ihnen. Katzen mag er sehr und für Hühner ist er bisher auch keine Gefahr.
Jetzt wäre es super, wenn er auch endlich in seinem eigenen Für-immer-Zuhause ankommen dürfte. Wir suchen für ihn geduldige Menschen, die in ruhiger, ländlicher Umgebung wohnen, mit Haus und einem kleinem (oder großen) Gartengrundstück. Ideal wäre ein ruhiger „Frauen-Haushalt", oder auch ein älteres Ehepaar mit einem geduldigen Mann im Haus, da Lotos Männern gegenüber nach wie vor sehr skeptisch ist. Kinder sollten bereits älter sein (+14) da kleine, (und auch generell) lärmende Menschen ihn sehr verunsichern, so dass er sich in sein Schneckenhaus verkriecht.
Lotos ist ein sehr genügsamer, freundlicher und ruhiger Hund, der das Zeug dazu hat, sich bei den passenden Menschen nicht nur zu einem treuen Begleiter, sondern auch zu einem echten Herzenshund zu entwickeln.
Wir haben einen liebevollen Brief an Lotos - offenbar jetzt mehr so "Lotie" - von seiner Vermittlerin erhalten. Wir geben das hier ungekürzt weiter: " Lieber Lotie, seit fünf Tagen bist du jetzt auf deiner Pflegestelle in Deutschland. Tapfer versuchst du seitdem zu verstehen, was mit dir geschehen ist. Es begann mit einer langen, anstrengenden Reise in einem großen Auto mit fremden Menschen und zusammen mit vielen anderen Hunden, die dir auch nicht erklären konnten, wohin diese Fahrt gehen sollte. Als du endlich aussteigen durftest, warteten voll Freude zwei unbekannte Menschen mit einem kleineren Auto auf dich. Ihre Freude konntest du absolut nicht erwidern uns stelltest dich erst einmal starr und teilnahmslos am Geschehen. Vielleicht würden sie dann ohne dich weiterziehen. Aber das passierte nicht. Trotzdem packten sie dich ein, zusammen mit deinem Freund Spartis. Und weiter ging die Reise ins Unbekannte, nochmal mehr als zwei Stunden lang. Fremde Stimmen, fremde Sprache, fremde Gerüche und Geräusche. Dabei ging die Fahrt auch noch über viele Berge mit noch mehr Kurven, die das letzte aus einem Magen herausholen, der ohnehin schon leer ist. Aber mittlerweile war dir alles egal. Du wolltest nur noch unsichtbar sein, am liebsten gar nicht mehr existieren. Oder noch besser: Augen zu und plötzlich wieder im Paiania Shelter aufwachen, dem bekannten Ort, der dir bisher Zuflucht und Schutz geboten hatte. Aber als du aufwachtest, warst du in einer völlig neuen Welt. Es war so heiß an dem Tag. Wir mussten dich deshalb sanft aus dem Auto ziehen, denn von allein wärst du erst einmal nicht ausgestiegen. Nach zwei Litern Wasser, die du auf einen Zug ausgetrunken hattest, konntest du endlich auch deine großen und kleinen Geschäfte erledigen. Dein neues Leben begann. Was soll ich über dich sagen: Nein, du bist nicht einer von den „AllessuperfühltsichschonnachwenigenStundenwiezuHause. Undesistalswürdenwirunsschonewigkennen“-Hunden. Und du bist auch keiner von den Hunden, die jedem Menschen freudestrahlend gleich in die Arme fallen würden. Du brauchst deine Zeit, gibst dein eigenes Tempo vor, um erst einmal alles ganz in Ruhe zu realisieren und zu verdauen. Ein sensibler Beobachter, der Distanz möchte und selbst entscheiden möchte, wann er Nähe braucht. Nein, panisch bist du nicht in deiner neuen Welt. Aber Du musst erst einmal lernen, den unbekannten Menschen zu vertrauen und die neue Umgebung richtig für dich einzuschätzen. Und dabei bist Du unglaublich lieb, freundlich und schon fast anrührend anständig. Damit mein Brief jetzt nicht so lang wird, dass du ihn gar nicht mehr lesen magst, schreibe ich hier mal noch schnell ein paar Stichpunkte auf, um zu beschreiben, wie ich (deine hoffentlich erfolgreiche Vermittlerin) dich aktuell sehe." Ganz kurz und knapp, versprochen:
Und nun die Frage aller Fragen: Sind Sie der Mensch, der Lotos geben kann und möchte, was er braucht?
Lotos ist heute, zusammen mit Spartis , gut bei seiner Pflegefamilie angekommen. Lotos wird noch Zeit und Geduld brauchen, um wirklich anzukommen. Das Abendessen hat aber trotzdem schon geschmeckt.
Für den Schatz suchen wir Menschen mit einem ruhigen Haushalt und einem regelmäßigem Tagesablauf, die dem hübschen Buben ein sicheres Leben bieten können, ihm viel Liebe und Geborgenheit schenken und ihm die schönen Seiten eines Hundelebens zeigen möchten. Es wäre so wunderbar, wenn unser hübscher Lotos endlich aufblühen könnte!
6: Lotos – von den Tierschützern liebevoll Lotie genannt – schickt neue Fotogrüße und ein Video. Seit inzwischen acht Monaten lebt er im Shelter und zeigt sich dort als wahrer Gentleman: ruhig, friedlich und stets bescheiden. Selbst am Futterplatz drängelt er nicht und nimmt sich nichts, was ihm nicht zusteht. Lotie hat sich zwar an die Abläufe im Shelter angepasst – doch wir hoffen sehr, dass dieser besondere Hund bald von seinen Menschen entdeckt wird. Gucken Sie noch einmal genau hin - ist das nicht Ihr Herzenshund?
